Produzenten

Saint-Bris le Vineux
Domaine Pierre-Louis & Jean-François Bersan

In den Hügeln rund um die Stadt Saint-Bris-le-Vineux finden sich Böden und klimatische Bedingungen, welche jenen der berühmten, nicht allzu weit entfernten Appellation Sancerre sehr ähnlich sind. Es ist daher nicht verwunderlich, dass Sauvignon Blanc hier (wenn auch nirgendwo sonst in Burgund) neben den klassischen Burgundersorten zu finden ist. Die Familie Bersan bearbeitet diese Hügel seit 1453 und heute wird die Domaine von Vater und Sohn, Jean-François und Pierre-Louis, geführt. Viele der Cuvées werden in Edelstahl vinifiziert, um die Frische und aromatische Intensität der Erzeugnisse zu bewahren. Die Weine mit dem größten Potenzial reifen im Fass in historischen Gewölbekellern aus dem 11. und 12. Jahrhundert.

Gevrey-Chambertin
Domaine Harmand-Geoffroy

Bereits seit vielen Jahren erzeugen Gerard Harmand und heute sein Sohn Philippe auf beinahe unauffällige Weise Geverey-Chambertin Weine der Superlative. Im Weinberg geht man sehr traditionsbewusst und nachhaltig vor, was mit dem kompletten Verzicht auf Herbizide, Insektizide und künstlichen Dünger einhergeht. Die Vorgehensweise im Weinkeller ist klassisch-minimalistisch! Durch vollständiges Entrappen soll einem fruchtbetonten Ausdruck der Weg bereitet warden. Die Élevage dauert im Schnitt 16 Monate, wobei der Anteil neuen Holzes je nach Lage und Jahrgang variiert. Das hohe Rebenalter vieler Lagen verleiht den Weinen unglaubliche Tiefe und Komplexität.

Chambolle-Musigny
Domaine Jacques-Frédéric Mugnier

Diese Kult-Domaine in Chambolle-Musigny erzeugt äusserst appellationstypische Weine, die sich durch Eleganz und Präzision auszeichnen. Die Weinberge werden biologisch bewirtschaftet, mit dem Ziel, Bodengesundheit und Biodiversität zu erhöhen. Die zu 100% entrappten Beeren werden dann sehr schonend extrahiert, um den klassischen Ausdruck von Chambolle-Musigny zu erhalten. Der Einsatz von neuem Eichenholz ist mit 20% der Fässer ebenfalls minimal. Das Ergebnis sind Weine von seidiger Textur und eleganten, charmanten Aromen.

Chambolle-Musigny
Domaine François Bertheau

Seit der charmante François Bertheau 2004 das Weingut von seinem Vater, an wessen Seite er seit 1984 gearbeitet hatte, übernahm, produziert er beispielhafte Beispiele von Chambolle-Musigny Weinen.
Seit seiner Übernahme sind die Weine präziser geworden, aber der Stil bleibt derselbe. Das durchschnittliche Alter der Reben liegt hier bei etwa 50 Jahren im gesamten Weingut.
Nach der Sortierung wird die zu 100% entrappte Frucht fast ohne Überpumpen oder Punch-Down vinifiziert und liefert Weine, die eher Reinheit, seidige Frucht und Eleganz als feste Struktur hervorheben. Der Chambolle-Musigny Village Wein wird in grossen Foudres (Holzfässern mit einem Fassungsvermögen von bis zu xxx Litern) gelagert, um den Charakter von neuem Eichenholz zu vermeiden. Die 1er- und Grand-Cru-Weine werden in kleinen Eichenfässern ausgebaut, aber normalerweise werden jedoch nicht mehr als 10% neue Fässer verwendet. Es handelt sich um absolut klassische Weine, die Liebhaber von eleganten, terroirgetriebenen Burgundern begeistern werden.

Comblanchien
Maison MC Thiriet

Die Geschichte von Maison MC Thiriet begann tatsächlich in einer Garage hinter dem Château de Comblanchien. Als Mikro-Négociant warden winzige Mengen an Weinen erzeugt, denen grösstmögliche Aufmerksamkeit zuteil wird. Nichts bleibt hier dem Zufall überlassen. Die ”Maison” wurde von Camille Thiriet und Matt Chittick, die sich kennenlernten, als beide zur Gleichen Zeit auf der Domaine de Bellene bei Nicolas Potel arbeiteten. Bedingt durch die Arbeit mite norm vielen, prestigeträchtigen Appellationen auf Domaine de Bellene, konnten Camille und Matt ein solides Netzwerk guter Beziehungen zu Winzern aufbauen, von denen sie heute ihre Trauben beziehen. Maison MC Thiriet mag ein sehr Kleiner Betrieb sein, jedoch steht man hier sicher vor dem ganz grossen Durchbruch.

Pernand-Vergelesses
Domaine Jean-Baptiste Boudier

Als Jean-Baptiste 2014 zusammen mit seinem Vater auf dem Familiengut in Pernand-Vergelesses arbeitete, wurde deutlich, dass sie sehr unterschiedliche Ideen für die Weinbereitung und den Weinbau hatten. Für Vater und Sohn war klar, dass der ehrgeizige Jean-Baptiste seinen eigenen Weg gehen musste. Zu diesem Zeitpunkt hatte Jean-Baptiste bereits auf Weingütern weltweit gearbeitet, darunter Nicolas Rossignol in Burgund, Vieux Télégraphe in Châteauneuf-du-Pape, Château Haut-Brion in Pessac-Léognan und Domaine Gauby in Rousillon. Die Böden werden organisch bearbeitet und regelmässig gepflügt, um die zwischen den Reihen wachsenden Wildkräuter wieder in den Boden zu verwandeln und die Wurzeln zur Vertiefung anzuregen. In der Cuvérie werden die Weine mit einer sehr leichten Hand hergestellt. Der Most wird mit einheimischen Hefen in Edelstahltanks unter schonender Extraktion von Tannin und Farbe vergoren. Schwefelzusätze werden auf ein absolutes Minimum beschränkt. Der Einsatz von neuer Eiche ist bescheiden, damit die von ihm bearbeiteten kühlen Lagen ihre Frucht mit Klarheit und Präzision zum Ausdruck bringen können. Diese aufregende Domaine zeigt, dass wahre Grösse in bescheidenen Terroirs erreicht werden kann, wenn Ehrgeiz mit mitfühlender Intelligenz, harter Arbeit und Ausdauer kombiniert wird.

Savigny-lès-Beaune
Pascal Clément

Nachdem Pascal fünf Jahre lang als Winzer bei der Kult-Domaine Coche-Dury in Meursault tätig war, gründete er 2012 sein eigenes Weingut. Neben einer kleinen Anzahl von gutseigenen Lagen in Savigny-les-Beaune, erweitert Pascal sein Sortiment mit sorgfältig ausgewählten Parzellen in renommierten Weinbergen – vor allem an der Côte de Beaune. Seine Herangehensweise variiert von Jahr zu Jahr, stets individuell auf die Gegebenheiten des Jahrgangs abgestimmt. Das Ergebnis ist ein sehr präziser Stil, der genau das Terroir widerspiegelt, aus dem die Weine stammen.

Savigny-lès-Beaune
Domaine Pierre Guillemot

Die Domaine Pierre Guillemot bewirtschaftet Sieben Hektar Rebfläche, fast ausschliesslich in Savigny-lès-Beaune. Die klassischen Weine sind sehr typisch für diese Appellation und zeichnen sich durch charmante, rotfruchtige Aromen und saftige Struktur aus. Trotz ihrer zugänglichen Art haben die Weine grosses Lagerpotenzial. So zeigte sich beispielsweise bei der Verkostung eines 1991er Serpentières 1er Cru im Jahr 2019, dass dieser gerade seine beste Trinkreife erreicht und noch viele weitere Jahre vor sich hatte. Angesichts ständig steigender Preise an der Côte de Nuits weisen diese Weine ein hervorragendes Preis-Genussverhältnis auf.

Beaune
Arnaud Baillot

Mit der ehrgeizigen Vorgabe, hochklassige Weine an der Côte de Beaune zu erzeugen, gründete der junge Perfektionist Arnaud Baillot gemeinsam mit seiner Frau Laure van Canneyt – Enkelin der Domaine Hudelot-Noëllat – die Domaine A. Baillot. Zunächst arbeitete man ausschliesslich mit zugekauften Trauben. Der erste gutseigene Weinberg wurde im Jahr 2017 erstanden, das neue Weingut im Frühjahr 2019 fertiggestellt. Die Qualitätsphilosophie von Arnaud und Laure ist von Respekt gegenüber dem komplexen, burgundischen Terroir und dessen Erhaltung im Charakter der Weine geprägt. Vom Rebstock bis in die Flasche ist jeder Arbeitsschritt dieser Einstellung untergeordnet. Zu den Highlights im aktuellen Sortiment gehören Corton-Charlemagne und Nuits-St-Georges 1er Cru Aux Boudots welcher in seiner Stilistik leicht mit dem direkt benachbarten Vosne-Romanée 1er Cru Aux Malconsorts verwechselt werden kann. Mit stetiger Zunahme gutseigener Weinberge entsteht hier eine wahrhaft aufregende Domaine.

Beaune
Joseph Drouhin

Als einer der grössten und bekanntesten Négociants im Burgund verfügt Drouhin auch über eine beeindruckende Vielzahl an eigenen Weinbergen im gesamten Burgund, die unter dem Gutsnamen Domaine Drouhin abgefüllt werden und als Krönung des umfangreichen Sortiments gelten. Man überlässt nichts dem Zufall. So haben die Weinberge von Drouhin beispielsweise mit die höchste Stockdichte im gesamten Burgund, um die einzelnen Reben zu Bestleistungen anzutreiben. Auch stellt man in der eigenen Küferei nach gutseigenen Qualitätsstandarts die Barriquefässer selbst her. Das verwendete Holz wird dabei im Voraus für drei Jahre gelagert, was zu weniger harten Holztanninen führen soll und damit entscheidend zur sprichwörtlichen Geschmeidigkeit der Drouhin Weine beiträgt. Die Arbeit im Keller ist an Perfektionismus kaum zu überbieten und so ist es kein Wunder, dass die Weine von Domaine Drouhin für ihre Präzision und klare Lagentypizität bekannt geworden sind.

Beaune
Domaine Nicolas Rossignol

Obwohl sein Weingut in Beaune angesiedelt ist, hängt Nicos Herz an Volnay. Nach seinem Studium am Lycée Viticole in Beaune, arbeitete er auf der Domaine Joseph Voillot, seinem Mentor. 1997 gründete Nico sein Weingut mit anfangs nur 3 Hektar, die er von einem Onkel geerbt hatte. Heute bewirtschaftet er 16 Hektar, die sich auf Aloxe-Corton, Savigny-lès-Beaune, Beaune, Pommard und Volnay verteilen. Der Weinbau folgt biologisch-dynamischen Prinzipien, der sehr praktisch veranlagte Winzer setzt er lieber gelegentlich konventionelle Fungizide ein, als ständig Kupfersulfat zu versprühen, welches sich im Boden ansammelt. Der Weinbau ist kompromisslos dem Jahrgang und der Appellation angepasst. Der Anteil ganzer Trauben kann von 0 bis 100% und die Verwendung neuer Eiche von 0 bis 50% reichen. Die Extraktion ist ebenfalls vom Jahrgang und der Appellation abhängig und reicht von einer gelegentlichen, sanften Remontage bis hin zur klassischen, täglichen Pigeage. Ziel ist es, jedem Terroir die Möglichkeit zu geben, sich dem Jahrgang entsprechend auszudrücken. Nico merkt an, dass Winzer, die sich an ein Rezept halten, selten grosse Weine in einer breiten Palette von Appellationen herstellen. Seine Weine sind charaktervoll und bringen die zugrunde liegenden Terroirs stets klar zum Ausdruck.

Pommard
Domaine Rebourgeon-Mure

Als eines der ältesten Weingüter in Pommard reicht die Geschichte der Domaine Rebourgeon-Mure bis in die Mitte des 16. Jahrhunderts zurück. Seit einigen Jahren ist David Rebourgeon für den Charakter der Weine verantwortlich. Die Weinberge befinden sich in den Gemeinden Pommard, Volnay und Beaune und werden mit grossem Bewusstsein für Tradition und Nachhaltigkeit bewirtschaftet. Die handgelesenen Trauben werden sorgfältig selektioniert, vollständig abgebeert, sanft gepresst und mit viel Liebe zum Detail zu charmanten, vielschichtigen Weinen mit grossem Lagerpotenzial verarbeitet. Seit einigen Jahren wird für die Gewinnung des Pressweines eine klassische Spindelkelter eingesetzt, was zu einer feineren Tanninstruktur der fertigen Weine führt.

Pommard
Thierry Violot-Guillemard

Die Anfänge dieser Domaine liegen im frühen 20. Jahrhundert als Gründer Joannés Faivre mit dem Weinbau begann. Inzwischen umfasst das Weingut beste Lagen entlang der gesamten Côte de Beaune, die bereits seit vielen Jahren biodynamisch bearbeitet werden. Joannes Violot-Guillemard arbeitet heute eng mit seinem Vater Thierry zusammen und hat bereits entscheidenden Einfluss auf den Charakter der Weine genommen. Insbesondere bei den Rotweinen stehen seine subtilen und komplexen Erzeugnisse in starkem Kontrast zum sprichwörtlich kraftvollen und erdigen Ausdruck der Appellation Pommard. Klassische Burgunder im wahrsten Sinne des Wortes, von seidiger Textur und charmanten, rotfruchtigen Aromen geprägt.

Bligny-lès-Beaune
Domaine Clos de la Chapelle

Erst wenige Jahre ist es her, dass die Geschäftspartner Mark M. O'Connell, Philippe Remoissent und Pierre Meurgey die Monopollage Clos de la Chapelle in Volnay kauften und das Traditionsweingut Domaine Louis Boillot in Domaine Clos de la Chapelle umbenannten. Heute bewirtschaftet das Weingut 4 Hektar Rebfläche, ausschliesslich Premier- und Grand Cru Lagen an der Côte de Beaune, wobei auf biodynamische Bewirtschaftung der Weinberge grosser Wert gelegt wird. In der Kellerei in Bligny-lés-Beaune wird Individualität gross geschrieben. Faktoren wie der Anteil von Ganztrauben in der Maische, Länge der Maischestandzeiten und der Anteil von neuem Holz werden jedes Jahr neu auf jeden einzelnen Lagenwein abgestimmt. Angesichts dieser Qualitätsphilisophie ist der stetige Aufstieg dieser Domaine in die Herzen der Burgunderliebhaber nicht weiter verwunderlich.

Volnay
Domaine Yvon (Thibaud) Clerget

Die Familie Clerget ist schon lange in Volnay – sehr lange! Seit 28 Generationen, nachweislich bis ins Jahr 1268 zurück, wird in Volnay Wein unter dem Namen Clerget hergestellt. In der aktuellen Generation ist es der junge, talentierte Thibaud Clerget. Thibauts Vater zog sich 2009 aus der Weinherstellung zurück und verkaufte seine Trauben von 2010 bis 2014 an Henri Boillot. Während dieser Zeit lernte Thibaud sein Handwerk bei verschiedenen Weingütern wie Domaine Henri Boillot, Domaine Hudelot-Noëllat und Domaine Drouhin in Oregon. Thibaud erzeugte seine ersten Weine im Familienweingut mit dem fabelhaften Jahrgang 2015 und es war von Anfang an klar: die Domaine ist ein absoluter Shootingstar an der Côte de Beaune. Die streng selektionierten Trauben stammen aus eine Reihe von Volnay 1er Crus, darunter die eigene Monopollage 'Clos du Verseuil' sowie aus Meursault, Pommard 1er Cru Rugiens und Grand Cru Clos Vougeot.

Volnay
Domaine Henri Delagrange

Die Familie Domaine besteht seit mehr als sechs Generationen. Seit 2003 leitet Didier Delagrange zusammen mit seiner Frau Hélène die Domaine. Jetzt wird Didier von seinem Sohn Alexis unterstützt. Sie besitzen viereinhalb Hektar Weinberge an der Côte de Beaune und der Hautes-Côte de Beaune. Durch das einzigartige System der Ausbildung der Reben auf höheren Rebenspalieren als üblich und der Ausdünnung der Blätter, um die Sonneneinstrahlung auf die reifenden Früchte zu erhöhen, will Didier fleischige, fruchtbetonte und sehr trinkbare Weine erzeugen. Neue Eiche wird immer sparsam eingesetzt, damit die charmante Frucht immer im Mittelpunkt steht.

Volnay
Domaine Joseph Voillot

In den späten 1940er führte Namensträger Joseph Voillot in dem seit dem frühen 19. Jahrhundert bestehenden Familienweingut die Erzeugung eigener Weine ein. Bis anhin war die gesamte Ernte an grosse Négociants verkauft worden. Sein Schwiegersohn, der ehemalige Önologieprofessor Jean-Pierre Charlot übernahm den Betrieb in den 1990er Jahren und festigte den guten Ruf der Volnay-Spitzendomaine. Heute leitet Pierres Neffe, Etienne Chaix, die Geschicke des Weinguts.Man sieht sich als ”Diener der Rebe” und hat verstanden, dass grosse Weine im Rebberg entstehen. Demnach setzten Etienne und Jean-Pierre alles daran, die Qualität der Weine durch intensive, biologisch nachhaltige Arbeit in ihren teils mit sehr alten Reben bestockten Weinbergen zu prägen. Im Keller herrscht Traditionsbewusstsein und man ist bestrebt, den Einfluss auf das natürlich Gegebene möglichst wenig Einfluss zu nehmen. Strenge Selektion, vollständiges Entrappen, schonende Pressung und der minimale Einsatz neuen Holzes sollen dabei helfen, den Charakter der Lage möglichst klar im Wein zu reflektieren. Eine kompromisslos klassische Stilistik, filigran und elegant.

Auxey-Duresses
Domaine (Jean & Gilles) Lafouge

Auf rund 10 Hektar, hauptsächlich in Auxey-Duresses, produziert Gilles Lafouge seit vielen Jahren in aller Stille überragende Beispiele für Weine dieser Appellation. Diesen Weinen wird häufig noch zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt, sie geniessen dennoch bereits einen hervorragenden Ruf und bieten viel Wein für wenig Geld. Keine ausgefallenen Tricks, einzig eine Kombination aus alten Reben, sorgfältiger Arbeit in den Weinbergen und klassischer Weinbereitung. Das Ergebnis ist eine Reihe sehr präziser, charmanter Weine, die viel Trinkfreude versprühen. Blind verkostet, geprägt von Klarheit und Präzision der Weine, mag man schnell zum Schluss kommen Weine einer höheren Appellation zu trinken. Entdeckt man jedoch den makellos sauberen und aufgeräumten Keller, wird klar, dass Gilles schlichtweg ein akribischer Winzer ist, der unglaublich stolz auf seine Arbeit ist.

Meursault
Domaine Pierre Girardin

Pierre-Vincent wuchs in den Kellern seines Vaters Vincent Girardin auf. Dieser baute, nachdem er als Winzer in Santenay begonnen hatte, ein erfolgreiches Unternehmen als Négociant mit eigenen Kellereien in Meursault auf. Vincent verkaufte sein Unternehmen 2011, behielt aber 4,5 Hektar erstklassige Weinberge. In den folgenden Jahren wurde ein neues Weingut in Meursault gebaut, und 2017 erzeugte der junge Pierre-Vincent dort seinen ersten Jahrgang. Von Anfang an wusste er, dass er eine andere Vision als sein Vater hatte und wollte dies auch in seinen Weinen widerspiegeln. Um den Einfluss der Eiche zu minimieren, liess er von der berühmten Tonnellerie François Freres eigens 456-Liter-Fässer für die Weissweine bauen. Bei den Roten soll vor allem die Seidigkeit des Pinot Noir hervorgehoben werden, weshalb beim Extrahieren eine sanfte Remontage gegenüber der Pigeage zur Anwendung kommt. Es ist erfrischend, einen talentierten jungen Winzer zu finden, der sich mehr um Ausdruck und Eleganz des Terroirs sorgt, als reichhaltige, holzbetonte Weine mit starker Extraktion anzustreben. Es wird eine grosse Freude werden, dieses aufstrebende Talent in den nächsten Jahrzehnten zu beobachten.

Meursault
Domaine Matrot

Mit den Schwestern Adéle und Elsa, die derzeit die Domaine Matrot von Ihren Eltern Thierry und Pascale übernehmen, schwingt sich das Weingut in 4. Generation zu neuen Höhen auf. Traditionen bewahren und Bestehendes verbessern heisst die Devise. Mit hervorragenden Lagen in Meursault – 1er Crus Les Perrières und Les Charmes – und Puligny-Montrachet – 1er Cru Les Combettes – konnte das Weingut schon immer brillieren. Die Weine aus diesen Spitzenlagen sind nie von neuem Holz geprägt. Neue Fässer werden ausschliesslich für die Lagerung der Bourgogne-Weine verwendet. Die Dauer ”Élevage” hat sic hunter dem Einfluss von Adéle und Elsa deutlich verlängert. Abläufe im Keller, wie zum Beispiel das Abfüllen, wird vermehrt die Schwerkraft als schonende Hilfestellung hinzugezogen. Derartige qualitätssteigernde Massnahmen führen zu immer präziseren und ausdruckstärkeren Weinen und Domaine Martrot nimmt damit einen verdienten Platz unter den Top Weingütern Meursaults ein.

Meursault
Domaine Tessier

Grosse Weine entstehen im Weinberg. Arnaud Tessier ist einer der fleissigsten Vignerons an der Côte d'Or. Man sieht ihn nur selten bei Verkostungen auf dem Weingut, da er den grössten Teil seiner Zeit in den Weinbergen verbringt. Er begann im jugendlichen Alter von 14 Jahren mit seinem Vater in den Reben zu arbeiten. Die Parzellen werden heute biologisch bewirtschaftet und regelmässig gepflügt. Jedem Stock wird grosse Aufmerksamkeit gewidmet – unabhängig davon, ob ein Bourgogne oder ein 1er Cru entstehen soll. Den Weinen ist dies deutlich anzumerken. Im Keller braucht es dann auch keine ausgefallene Technik mehr – es geht vornehmlich darum, die perfekten Trauben schonend zu verarbeiten. Dank der kühlen Temperaturen im Naturkeller verläuft die Gärung langsam und die Aromen werden sehr nachhaltig extrahiert. Die Reifung erfolgt in grösstenteils gebrauchten Holzfässern. Die Resultate bestechen durch Spannung und Präzision – nur selten wird man Zeuge von Qualität in derartiger Reinform.

Chassagne-Montrachet
Domaine Lamy-Caillat

Diese gerade einmal 1.2 Hektar umfassende Mikro Domaine wird von Sébastien Caillat und seiner Frau Florence Lamy – der Tochter von René Lamy, Domaine Lamy Pillot – bewirtschaftet. Die biodynamische Arbeit im Weinberg folgt dem Vorbild alter Schule. Der Wein gärt im Fass und ruht dort im Anschluss auch für ein Jahr auf der Hefe ungestört, ohne Bâttonage. Es folgt ein weiteres Jah rim Tank, ebenfalls auf der Feinhefe mit einer – und nur einer! – Bâttonage vor der Abfüllung. Gemessen an heutigen Standarts ist dies eine sehr lange Élevage. Der biologische Säureabbau erfolgt sehr spat aufgrund der kühlen Temperaturen im Keller. Die Weine sind extrem klar, präzise, von hoher Intensität und haben hervorragendes Lagerpotenzial. Der einzige Nachteil: Es warden nur sehr kleine Mengen erzeugt.

Chassagne-Montrachet
Domaine Sylvain Morey

Als Junge wurde Sylvain von seinem Vater und Grossvater ausgebildet, aber als junger Mann beschloss er, seinen eigenen Weg zu gehen. 1996 wagte er sich in das südliche Rhônetal, um dort Weine in der AOC Luberon herzustellen. Nach mehr als 20 Jahren in den Weinbergen des Südens spürte er jedoch wieder den Ruf des Burgunds. Mit der Aussicht, seinen Anteil am Familienweingut zu übernehmen, kehrte er 2014 in seine Heimat zurück. Die Weinberge werden nach biologischen Prinzipien bewirtschaftet und nutzen Elemente der Biodynamik. Auch die Arbeiten auf dem Weingut folgen biodynamischen Prinzipien. Zum Beispiel wird die Abfüllung immer an einem "Fruchttag" vorgenommen! Die Rotweine erfahren eine schonende Extraktion mit täglicher Remontage – auf Pigeage wird verzichtet. Der Anteil von Ganztrauben beim Vergären der 1er Crus liegt bei 50%. Bei den Eichenfässern kommen während der Lagerung nie mehr als 30% neues Holz zum Einsatz. Die Chardonnay Trauben werden direkt gepresst und im Fass mit einheimischen Hefen vergoren. Der Anteil neuer Eiche übersteigt niemals 25%. Die Weissweine reifen zwar auf der Hefe, jedoch ohne Aufrühren, um Präzision und Spannung zu erhalten. Nach einem Jahr im Fass werden die Weine assembliert und für weitere 6 Monate im Tank gelagert, um "zu sich zu finden".

Chassagne-Montrachet
Domaine Fernand & Laurent Pillot

Domaine Fernand & Laurent Pillot ist nicht gerade ein Newcomer in Chassagne-Montrachet. Die Familie bewirtschaftet seit dem 17. Jahrhundert Reben im Dorf. Ursprünglich waren sie auch Küfer und produzierten Fässer. Im Laufe des 19. Jahrhunderts wurde die Fassproduktion eingestellt, um sich ausschließlich auf die Vergrösserung der Weinberge und die Weinherstellung zu konzentrieren. Heute bewirtschaftet die Domaine knapp 15 Hektar Rebfläche, vor allem in Chassagne-Montrachet, aber auch in Pommard, Volnay, Meursault, Puligny-Montrachet, Saint-Aubin und Santenay. Die Weine werden von Laurent Pillot zusammen mit seinem Sohn Adrien hergestellt, der den Einsatz von neuer Eiche stark reduziert, um das klare Terroir-Profil der Weine noch besser zu erhalten.

Mercurey
Domaine Charton

Die Domaine Charton wurde bereits 1941 in Mercurey an der Côte Chalonnaise gegründet. Vincent Charton betreibt den Weinbau aktuell in dritter Generation. Der Mann am Steuer steht klar für Nachhaltigkeit. Handlese, geringe Erträge und strenges Selektionieren sichern die hohe Qualität des Lesegutes. Durch besonders sanfte Extraktion auf dem Weingut wird ein fruchtbetonter und geschmeidiger Stil geprägt und die meisten Weine bereiten bereits in jungen Jahren grosse Freude. Diese Eigenschaften werden durch den minimalen Einsatz von neuem Holz bei der Reifung weiter unterstrichen. In einer Appellation, die weithin für eher kantige Weine bekannt ist, steht Vincent Charton für Charme und Seidigkeit, wie man sie in Mercurey kaum erwarten würde. Ein angehender Kultwinzer an der Côte Chalonnaise!

Montagny-lès-Buxy
Domaine Feuillat-Juillot

Aufgewachsen im Burgund, studierte Françoise Feuillat-Juillot Önologie in Dijon und begann 1989, ihr Wissen und ihre Leidenschaft für Wein gemeinsam mit einem Geschäftspartner in ein kleines Weingut in Montagny-les-Buxy einzubringen. Sie war massgeblich daran beteiligt, dass die Produktion erfolgreich von 5.000 Flaschen auf 60.000 Flaschen gesteigert wurde. Nach dem Tod Ihres Geschäftspartners im Jahr 2002 leitete sie weiterhin das Weingut und konnte es 2004 schließlich vollständig erwerben. Seitdem hat Françoise hart daran gearbeitet, die Qualität ihrer Erzeugnisse durch nachhaltigen Weinbau und hohe Präzision im Keller zu steigern. Ihre Weine bringen nun die Klarheit dieser großen, von ihr geliebten Weisswein Appellation zum Ausdruck – ein Ergebnis auf das sie verständlicherweise sehr stolz ist.